Weltweit sterben über 3.000 Menschen täglich im Strassenverkehr, zusätzlich gibt es zahllose Verletzte. Griechenland, ein höchst beliebtes Urlaubsziel für viele, verfügt über einige der gefährlichsten Strassen Europas.

Die Länder mit den meisten Verkehrstoten je 100.000 Einwohner sind Eritrea, Ägypten, Libyen, Afghanistan, Irak, Niger, Angola, die Vereinigten Arabischen Emirate und Gambia.

Über 90 % der Verkehrstoten werden in Ländern geringen oder mittleren Einkommensniveaus verzeichnet. Das bedeutet, dass die gefährlichsten Strassen ausserhalb Europas liegen.

Eine Ausnahme hiervon ist Litauen, das für seine gefährlichen Strassen bekannt ist. Hier liegt die Todesrate bei 22,4 bezogen auf 100.000 Einwohner. Im Vergleich hierzu hat Norwegen eine verkehrsbedingte Todesrate von 5,0 je 100.000 Einwohner.

Andere beliebte Urlaubsländer in Europa haben die folgenden Todesraten je 100.000 Einwohner:

Türkei 13,4
Italien 9,6
Spanien 9,3
Frankreich 7,5

Die Weltgesundheitsorganisation hat offizielle Statistiken der 10 gefährlichsten Länder Europas herausgegeben:

Litauen 22,4 Tote je 100.000 Einwohner
Montenegro 20,4
Lettland 17,9
Georgien 16,8
Weissrussland 15,7
Moldawien 15,1
Slowakei 15,1
Griechenland 14,7
Polen 14,7
Slowenien 14,6

(Quelle: Weltweiter Statusbericht zur Strassensicherheit, WHO)

In manchen Ländern ist die grösste Gefahr der Strassenstandard, in anderen Ländern ist dies die Fahrkultur oder das Verkehrsaufkommen.

Die 23 gefährlichsten Strassenabschnitte der Welt

Nachfolgend finden Sie einen Überblick bestimmter Strassenabschnitte, die stark von Verkehrsunfällen betroffen sind:

* Bolivien: Die alte Yungus-Strasse (Yunga Strasse), eine 80 km lange Bergstrasse, die Coroica mit La Paz verbindet.

* BrasilienInterstate 116, eine viel befahrene Strasse mit Schlaglöchern, schlechter Ausschilderung und viel Verkehr.

* China: Szechuan – Tibet, der Strassenabschnitt zwischen Chengdu und Tibet ist häufig von Erdrutschen und Lawinen betroffen.

* Costa Rica: Pan American Highway, der Abschnitt zwischen San Isidro de El General und Cartago wird als „Strasse des Todes“ bezeichnet, da sie voller Löcher und scharfer Kurven ist.

* Ecuador: Cotopaxi Volcano Strasse – eine 40 km lange und schmutzige Strasse, die am Eingang zum Nationalpark Cotopaxi einen Fluss kreuzt.

* Ägypten: Luxor-al-Ghurdaqah, diese Strasse ans Rote Meer ist bekannt für die ständigen nächtlichen Unfälle, vor allem weil die Ägypter ohne Scheinwerfer fahren.

* England: A44 – der Streckenabschnitt zwischen Leominster und Worcester ist besonders bekannt für seine vielen Frontalzusammenstösse.

* Griechenland: Patiopoulo – Perdikaki, eine steile Schotterstrasse ohne Fahrbahnmarkierung. In der Agrafa-Region gelegen.

* Indien: Grand Trunk Strasse, der am meisten befahrene Strassenabschnitt Indiens. Viele grosse LKWs nutzen diesen Strassenabschnitt, aber auch Ochsenkarren, Tiere, Radfahrer und Fussgänger, was diese Strasse sehr verwirrend macht.

* Kenia: Der Strassenabschnitt Nairobi – Nakuro – Eldoret ist ganz besonders von Verkehrsunfällen betroffen. Jedes Jahr sterben hier über 300 Menschen bei Autounfällen. Dies ist  meist auf gefährliches Überholen, überhöhte Geschwindigkeit oder Fahren in betrunkenem Zustand zurückzuführen.

* Kroatien: Die Küstenstrasse (die Strasse entlang der Adria) ist eng, kurvig und viel befahren. Auch gibt es hier in vielen Bereichen zu wenig Schutzplanken und befestigte Seitenstreifen.

* Marokko: Marrakesch – Agadir, der Streckenabschnitt mit starkem Verkehr, Bussen und Taxis, die in steilen, scharfen Kurven überholen.

* Mexiko: Highway 1, eine kurvige, enge und mit starken Schlaglöchern übersäte Strasse von Tijuana nach Cabo San Lucas, an der Schutzplanken, befestigte Seitenstreifen und Beschilderung fehlen.

* Namibia: Swakopmund – Walfischbucht, starker Verkehr und viele Frontalzusammenstösse, wenn Fahrer den Anstand zwischen den Fahrzeugen falsch einschätzen.

* Nepal: Prithvi Highway, eine viel befahrene Strasse, auf der man während der Regenzeit mit Erdrutschen oder Fahrbahneinbrüchen zu tun hat.

* Nigeria: Lagos – Ibadan – Ogbomosho – Ilorin – Jebba – Minna – Abiyo, eine sehr stark befahrene Strasse mit tiefen Schlaglöchern, so dass Fahrer oft auf der falschen Seite fahren, um ihnen auszuweichen.

* Pakistan: N-35 (Karakoram Highway), Bergstrasse in Nordpakistan, die oft durch Erdrutsche, Fluten und Schlamm blockiert ist.

* Peru: Kuelap – Celendin – Cajamarca, enge Schotterstrasse in den Bergen mit Klippen und Haarnadelkurven.

* Portugal: IP3, steile und schlecht unterhaltene Strasse ohne Mittelstreifen.

* Schottland: A77, eine kurvige Strasse im Südosten des Landes, auf der es häufig zu fatalen Verkehrsunfällen kommt.

* Spanien: Carretera Nacional N340 – eine enge Strasse entlang der Costa del Sol, auf der betrunkene Fahrer und britische Touristen (die Fahren auf der rechten Seite nicht gewohnt sind) oft zusammenstossen.

* SüdafrikaN3, die Strasse zwischen Warden in der Provinz Free State und dem  Van Reenen Pass in KwaZulu-Natal ist Schauplatz vieler Unfälle wegen Nebel, Regen, Wind und der Schmalheit der Strassen.

* Türkei: Bodrum – Milas – Soke, schmale Küstenstrasse ohne Schutzplanken in vielen Abschnitten, was besonders bei nasser Fahrbahnoberfläche gefährlich ist.